Am 30.09.1959 beschloss der Swissair Verwaltungsrat 7 Convair CV-990 anstelle der am 02.10.1958 bestellten 5 Convair CV-880 zu beschaffen. Kostenpunkt pro Maschine: 4.55 Mio. US Dollar (heute zirka 49.4 Mio. US Dollar). Zwei dieser Flugzeuge sollten im Rahmen eines Partnerschaftsabkommens für 4 Jahre an die skandinavische SAS ausgeliehen werden (HB-ICG und HB-ICH). Die Ablieferung der ersten Maschine an die Swissair war für den 31.05.1961 geplant, verzögerte sich aber schlussendlich bis zum 17.01.1962 aufgrund zahlreicher Probleme (siehe Details unter Start). Mit dem 09.03.1962 fand der erste kommerzielle Einsatz auf der Flugstrecke von Zürich (via Genf) nach Tokio statt. Am 18.12.1963 beschloss der Swissair Verwaltungsrat eine weitere und somit achte Convair CV-990 zu beschaffen. Diese Maschine (HB-ICF) traf am 08.02.1964 in Zürich ein. Etwas mehr als neun Jahre später beschloss der Swissair Verwaltungsrat am 05.07.1973 die Coronado Flotte durch die sparsamere Douglas DC-9-51 zu ersetzen. Mit der HB-ICE verliess die letzte Convair CV-990 am 07.06.1975 Zürich Richtung Palma de Mallorca, um als EC-CNJ bei der spanischen Chartergesellschaft Spantax S.A. ihren Dienst fortzusetzen.
Seriennummer: 30-10-7
Auslieferung in San Diego: 12.01.1962
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-??? (aktuell nicht bekannt)
Position 2: 414-??? (aktuell nicht bekannt)
Position 3: 414-105
Position 4: 414-??? (aktuell nicht bekannt)
Ankunft in der Schweiz: 21.01.1962
Eintragungsdatum Schweiz: 22.01.1962
Letzter kommerzieller Flug: 05.01.1975
Löschungsdatum Schweiz: 19.04.1975
Bereitstellung für Spantax S.A. zwischen 07.04. und 18.04.1975 (B-Check, Neulackierung, Umbau der Kabine auf 129 Economy Class Sitze, etc.) mit Übergabe am 19.04.1975 unter der Registration EC-GNG (35'724 Flugstunden). Am 04.04.1978 auf dem Flughafen Köln / Bonn infolge einer Bauchlandung beschädigt (die Crew hatte aufgrund technischer Probleme während des Landeanflugs vergessen das Fahrwerk auszufahren). Reparatur und Wiederinbetriebnahme am 03.08.1978. Letzter kommerzieller Einsatz am 22.04.1982 mit 43'881 Flugstunden. Verschrottung im Frühling 1991 auf dem Flughafen Palma de Mallorca.
Seriennummer: 30-10-11
Auslieferung in San Diego: 17.01.1962
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-123
Position 2: 414-118
Position 3: 414-113
Position 4: 414-126
Ankunft in der Schweiz: 17.01.1962
Eintragungsdatum Schweiz: 22.01.1962
Letzter kommerzieller Flug: 28.12.1974
Löschungsdatum Schweiz: 16.05.1975
Seriennummer: 30-10-12
Auslieferung in San Diego: 25.01.1962
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-117
Position 2: 414-125
Position 3: 414-120
Position 4: 414-112
Ankunft in der Schweiz: 27.01.1962
Eintragungsdatum Schweiz: 22.01.1962
Letzter kommerzieller Flug: 06.01.1975
Löschungsdatum Schweiz: 17.04.1975
Für die Flugerprobung als N94280 registriert. Der Originalrumpf und die Flügelwurzeln dieses Flugzeugs wurden für Ermüdungsversuche (statische Tests) verwendet. Der Rumpf und die Flügelwurzeln der Seriennummer 30-10-38 erhielten deshalb später die Seriennummer 30-10-12.
Überflug von Zürich-Kloten auf den Militärflugplatz Alpnach am 20.03.1975 (der Überflug musste aufgrund schlechter Witterung vom 19.03.1975 auf den 20.03.1975 verschoben werden). Flugzeit: 20 Minuten (Start in Zürich-Kloten: 10:45 Uhr, Landung in Alpnach: 11:05 Uhr). Die HB-ICC wurde auf dem Überflug von zwei Hawker Hunter F.Mk.58 sowie einem De Havilland D.H. 115 Mk.55 Vampire Trainer der Schweizer Luftwaffe begleitet. Crew HB-ICC: Captain Heinz Frey, Captain Walter Lüdi und Flight Engineer Edi Schlotterbeck. Die Bewilligung zur Landung auf dem Militärflugplatz in Alpnach unterlag folgenden Bedingungen:
Transport am 02.06.1975 vom Militärflugplatz Alpnach zum Verkehrshaus Luzern durch das Motor-Last-Detachement 75 ad hoc der Schweizer Armee mit 13 Schwimmkörpern (Flexifloats) nach folgendem Zeitplan:
Die Kosten für den Seetransport der Maschine vom Militärflugplatz Alpnach zum Verkehrshaus Luzern wurden damals mit CHF 13'200.- beziffert (heute zirka CHF 28'700.-) und vom Verkehrshaus Luzern übernommen. Für den Transport mussten der HB-ICC das Seitenruder sowie die Randbögen auf beiden Flügelseiten abmontiert werden, um die Achereggbrücke passieren zu können.
Seriennummer: 30-10-15
Auslieferung in San Diego: 03.02.1962
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-150
Position 2: 414-155
Position 3: 414-147
Position 4: 414-162
Ankunft in der Schweiz: 05.02.1962
Eintragungsdatum Schweiz: 22.01.1962
Absturz am: 21.02.1970
Löschungsdatum Schweiz: 02.03.1970
Seriennummer: 30-10-14
Auslieferung in San Diego: 04.08.1962
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-130
Position 2: 414-164
Position 3: 414-171
Position 4: 414-116
Ankunft in der Schweiz: 05.08.1962
Eintragungsdatum Schweiz: 06.08.1962
Letzter kommerzieller Flug: 06.01.1975
Löschungsdatum Schweiz: 07.06.1975
Seriennummer: 30-10-6
Auslieferung in San Diego: 04.02.1964
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-169
Position 2: 414-122
Position 3: 414-153
Position 4: 414-127
Ankunft in der Schweiz: 08.02.1964
Eintragungsdatum Schweiz: 28.02.1964
Letzter kommerzieller Flug: 07.10.1974
Löschungsdatum Schweiz: 16.05.1975
Seriennummer: 30-10-8
Auslieferung in San Diego: 17.02.1962
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-102
Position 2: 414-106
Position 3: 414-110
Position 4: 414-109
Ankunft in der Schweiz: 17.02.1962
Eintragungsdatum Schweiz: 17.02.1966
Letzter kommerzieller Flug: 01.10.1974
Löschungsdatum Schweiz: 05.04.1975
Seriennummer: 30-10-17
Auslieferung in San Diego: 10.04.1962
Triebwerk-Serialnummern bei Auslieferung:
Position 1: 414-165
Position 2: 414-115
Position 3: 414-172
Position 4: 414-176
Ankunft in der Schweiz: 10.04.1962
Eintragungsdatum Schweiz: 17.02.1966
Letzter kommerzieller Flug: 31.10.1974
Löschungsdatum Schweiz: 31.05.1975
War anfänglich ein Kabinenlayout von 4 Club Lounge, 32 First Class und 64 Economy Class Sitzen sowie 4 Toiletten (2 vorne im Bereich der First Class und 2 hinten in der Economy Class) angedacht, änderte sich dieses auf 4 Club Lounge, 24 First Class und 74 Economy Class Sitze bei gleicher Toilettenanzahl (Version Nr. 9003). Am 7. Dezember 1963 wurde ein Anpassung auf 4 Club Lounge, 16 First Class und 84 Economy Class Sitze bei weiterhin unveränderter Toilettenanzahl angekündigt (Version Nr. 9007). In einem weiteren Schritt ersetzte Swissair im September 1964 zwei der vier bestehenden Club Lounge Sitze durch ein Gepäckabteil für die Cockpit- und Kabinenbesatzung. Mit Einführung der Flugzeugmodelle DC-8-62 und DC-10-30 gelangte die CV-990 bei Swissair immer mehr auf Kurz- und Mittelstrecken zum Einsatz. Um dabei einen wirtschaftlichen und mit der bestehenden DC-9 Flotte kompatiblen Flugbetrieb zu gewährleisten wurde die CV-990 Flotte in der Winterperiode 1969 / 1970 bei der Firma Aviolanda in Woensdrecht (NL) einem umfassenden Kabinenumbau unterzogen. Dieser beinhaltete unter anderem folgende Änderungen:
Dieser Kabinenumbau ermöglichte den Einsatz der Swissair CV-990 in folgenden Kabinenversionen:
Einzig die HB-ICH wurde nicht diesem Kabinenumbau unterzogen, da diese für den Einsatz bei Balair AG eine separate Charterbestuhlung erhielt.